Montag, 16. Mai 2011

Und ich fahr hinaus aufs Meer


Und ich fahr hinaus aufs Meer
buche eine Reise
ach, ich liebe Dich so sehr
vielleicht auf diese Weise
kann ich einmal Ruhe finden
meine Gefühle unterbinden

Vielleicht in dieser kurzen Zeit
mal an was andres denken
ich schau aufs Wasser, das so weit
werd mir selbst vielleicht was schenken

Nehm mir einen Liegestuhl
um mich etwas auszuruhn
doch jede Welle scheint mir zuzurufen
mußtest Du diese Reise buchen

Kannst zwar in andere Länder gehen
doch Dein Liebchen nicht mehr sehn
und ich sträub` mich immerfort
ich hör von ihr auch hier kein Wort

Werd im Abendwind an der Reling stehen
und in weiter Ferne weiße Segel sehen
doch der Wind, er raunt mir zu
Freunderl, worauf wartest Du

Willst du weiter Dich betrügen
und dich weiter selbst belügen
ach, es hat doch keinen Sinn
ich will zu der Liebsten hin

Jede Welle ruft mir zu
beeil dich, worauf wartest du
und ich eil zum Funkraum hin
habe nur noch eins im Sinn

Geh im nächsten Hafen schnell von Bord
ich war schon viel zu lange fort
ich brauche einfach Deine Näh`
wenn ich auch  -  von Dir nichts hör, nichts seh
Egal  -  mir tut mein Herz zu weh

© K. Gierner

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